Ein Mann hängt einen Kronleuchter in einer Kirche auf.

Kirchen und Kapellen zählen zum Immobilienstand der Kirche, ebenso wie Grundstücke.

Bild: ELKB / Poep / Jahresbericht 2013

Kirchliche Immobilien

Kirchen, Kapellen, Grundstücke

Die Landeskirche organisiert einerseits den Umgang mit ihrem eigenen Immobilienbestand und dem Immobilienbestand des Pfründestiftungsverbandes.

Andererseits ist sie für Beratungsleistungen für Immobilien im Eigentum von Kirchengemeinden und Dekanatsbezirken zuständig.

Der Pfründestiftungsverband wurde vor mehr als 70 Jahren gegründet, um die inzwischen 1.886 Pfründestiftungen der evangelischen Kirchengemeinden in Bayern zusammenzufassen. Die Pfründestiftungen der evangelischen Kirchengemeinden bestehen mit Schwerpunkt in den Gegenden, in denen seit der Reformation durchgängig evangelische Pfarreien vorhanden waren. Diese Pfründestiftungen hatten Äcker, Wald und Wiesen, von deren Ertrag der Pfarrer lebte. Heute verwaltet die Landeskirche das Vermögen der Pfründe vor Ort und verwendet deren Ertrag zur Besoldung der Pfarrerinnen und Pfarrer. Verwaltet werden momentan 49 Häuser zusammen mit rund 7.000 Hektar Wald, Wiesen und Äcker, die von knapp 3.400 Pächtern bearbeitet werden.

Das Referat Liegenschaften ist Bestandteil der Finanzabteilung im Landeskirchenamt. Verwaltet werden alle Gebäude und Grundstücke, die im Eigentum der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern sind, also nicht die gemeindeeigenen Kirchen und Gebäude. Die Dienstimmobilien sollen bestmöglich genutzt werden für die inhaltliche Arbeit bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit. Die Anlageimmobilien sollen ein höchstmögliches wirtschaftliches Ergebnis zum Ausgleich des gesamten Immobilienpools der Landeskirche und zur Entlastung des landeskirchlichen Haushalts erzielen. Für die laufende kaufmännische und technische Verwaltung hat das Landeskirchenamt als oberste Dienstbehörde das Evangelische Siedlungswerk (ESW) als Treuhänder beauftragt.

18.02.2014
Andrea Seidel

Im Eigentum der (Gesamt-) Kirchengemeinden und Dekanatsbezirke stehen rund 1.980 Kirchen und Kapellen, 1.680 Gemeindehäuser, 1.800 Pfarrhäuser, 770 Mehrzweckgebäude sowie 800 Kindergärten. Dabei werden die Rechtsträger in baufachlicher, rechtlicher und finanzieller Hinsicht von der Abteilung „Gemeinde“ im Landeskirchenamt und der Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenstelle beraten.